Wer unsere LUPO-Bundesligaspielerinnen nicht regelmäßig verfolgt, wird sicher gar nicht glauben, wie oft im Spitzentennis ein Doppel im Matchtiebreak entschieden wird.
Unsere beste Doppelspielerin Nicole Fossa Huergo kann davon ein Lied singen. Insgesamt siebenmal hintereinander ging es seit Ende Januar in den Match-Tiebreak. In Manila (Philippinen) und bei den indischen Turnieren in Pune und Bengaluru, verliessen die Gegnerinnen viermal mit nur einem knappen zwei Punkte Vorsprung den Platz als Siegerinnen.
Beim WTA 125 Turnier in Mumbai erreichte Nicole nach Siegen jeweils im Match-Tiebreak im Viertelfinale und Halbfinale mit ihrer thailändischen Partnerin Manachaya Sawangkaew das Endspiel. Natürlich wieder ein Match-Tiebreak, der leider knapp verloren wurde.

In der letzten Woche lief es dann endlich mal ganz anders. Beim WTA 125 Megasaray Hotels Open im türkischen Belek gewann sie ohne Satzverlust mit ihrer französischen Partnerin Estelle Cascino ihren zweiten WTA-Doppeltitel. Im Endspiel konnten sie die wesentlich höher eingeschätzte tschechische Paarung Maleckova/Skoch mit 7:6, 7:6 besiegen.

Nach diesem Sieg wird Nicole in der WTA Doppel Weltrangliste an Position 94 geführt. So gut stand sie noch nie!
Auch unsere schwedischen Spielerinnen Lisa Zaar und Caijsa Hennemann waren in der letzten Woche sehr erfolgreich. Beim ITF W50 in Helsinki gewannen sie als ungesetzte Paarung den Doppeltitel.
Im Viertelfinale, Halbfinale und auch im Endspiel gegen die an eins gesetzte Paarung Emily Appleton (GBR)/Viktoria Hruncukova (SVK) siegten sie dreimal im Match-Tiebreak und das jedesmal knapp mit 10:8. Wirklich nichts für schwache Nerven!

Diese Beispiele zeigen, wie eng Sieg und Niederlage heute im Spitzentennis zusammenliegen.
Lisa und Caijsa wurden für das schwedische Team nominiert, dass Anfang April beim Billie Jean King-Cup unter anderem auch gegen Deutschland spielen wird.
Wir gratulieren allen drei Spielerinnen zu diesen herausragenden sportlichen Erfolgen.
Text: WG / Fotos von den Damen